Kälter, Härter aber nicht in jedem Aspekt Schöner

Man kann ja auch nicht alles haben. (Obwohl ich in den letzten Monaten feststellen musste, wie der Satz von Freddy immer mal wieder durch meinen Kopf streifte: “I want it all, and I want it now!!”. In diesem Fall war alles (u. a.): Die BC besser laufen als vor zwei Jahren (OK, starten stand ganz oben auf der Liste); das Briefing gut machen; Ruhe zu haben um zu mir zu kommen; Zeit mit der Familie verbringen; Feiern; Leute treffen; Unterwasserrugby spielen; Arbeiten natürlich auch; Gesund bleiben; entspannen (?); undundund.

Das erste und größte Opfer der Überfrachtung war eine vernünftig durchdachte sportliche Vorbereitung auf die BC. Die Länge machte mir keine Angst (noch nicht mal Respekt), und volle Wochenenden machten die langen Läufe zu einer Seltenheit. Ich täuschte mich darüber hinweg, und machte mir vor, dass die Regelmäßigkeit mit der ich lief schon ausreichen wird. Und schließlich ist eine der Wesheiten der Ultra-Liste, dass Training nicht darüber entscheidet, ob man finisht, sondern darüber, wie unangenehm die Zeit bis zum Finish wird.

Als die Sache dann konkret wurde, sich die aalglatten Verhältnisse im Göttinger Stadtwald einfroren, und dann noch die Meldungen von den Streckenmarkierern eintrudelten, bekam ich richtig Schiss. War das ne gute Idee? Hätte ich nicht noch viel mehr machen müssen? Icebugs kaufen? 80k auf Yaktrax sind nicht drin, da bekomme ich Krämpfe im Fußboden (ha! Wie heißt das? Fußsole.) 80k auf dem Untergrund ohne Yaktrax gehen auch nicht. Oh weia. Die Erwartung des Briefings tat seinen Teil zu meinem stetig steigenden Adrenalinspiegel bei. Am Freitag war ich dann kaum noch zu gebrauchen.

Es wurde drei Uhr, ich schmiss alles was ich brauchen würde (Brockenbeutel, Thermoskannen und Technikequipment fürs Briefing und werweissobichsnichtnochbrauche) in die Satteltaschen und schwang mich auf die Räder. Das zweite Rad für meinen Bruder den Fassberg runterzubremsen war dann doch eine ziemlich heikle Angelegenheit, und die nötige Konzentration hat mich für einen Augenblick den Stress vergessen lassen. Aber Adrenalin abgebaut habe ich in der Sekunde sicher auch nicht. Heile am IFL angekommen, kam Jan auch gerade um die Ecke als ich vom Rad stieg. Schönes Wiedersehen! Dann im Tunnelblick hoch in den Hörsaal, wenn ich anfange alle zu begrüßen, die ich gerne begrüßen würde, wäre ich um sieben noch nicht oben. Schade.

Im Hörsaal dann die wohltuende Ruhe und der freudige Anblick einer ziemlich zeitgemäßen Beamerinstallation. Die sogar genau so funktionierte, wie sie sollte. Wow. Ich packte meine Rechner und Kabel aus, steckte alles zusammen, und wollte die Folien durchgehen. Kurz noch den Rechner ins Eduroam einbuchen, damit Google Earth läuft. Urgs. Das ging nicht. Nein! Ohne Internet war ich ziemlich aufgeschmissen. Also nochmal die Anleitung der GWDG durchgegangen. Damit hatte es doch geklappt. Und der Access-Point hing direkt hinter mir. Nach einiger nervenaufreibender Fehlersuche wurde klar, im Hörsaal gabs kein Wlan. Davor schon. Doof! Ein netter Mensch aus dem IFL meinte dann, dass alle immer ein Kabel benutzen. Hm. Ohne die Rechner vorher anzumelden? Ich war skeptisch, wollte es aber probieren. Sein Rechner tat es auf jeden Fall an der Buchse am Pult. Also musste ich nochmal zur Arbeit und einen Ethernet-Adapter und ein Kabel holen. Frisch Luft, Bewegung. Das tat gut. In der Zwischenzeit hat Philipp dankenswerterweise meinem Rechner beigebracht, den Sound von Katis Video rauszuschleifen. Ich war bei sowas mit Windows immer total aufgeschmissen.
Wieder dort hat das Kabel getan, alles funktioniert, und wir steuerten auf sechs Uhr zu. Nochmal Beine vertreten, Starterbeutel abholen (unter den neidischen Blicken der Helfer “Der ist viel schwerer als die anderen.” Danke Frank!) eine kleine Szenenbesprechung mit Markus, ein paar Worte mit den Läufern, die schon im Hörsaal saßen und los gings. Technisch lief es glatt, die Musik war wunderschön, nur die Wetterangaben von letzem Jahr auf der ersten Folie schnell als Fake-News von Aschu enttarnt. Ich versuchte mich bei der Diashow etwas zu erden, aber das klappte nur mittelmäßig. Der Rest des Briefings verlief recht glatt, wenn auch nicht besonders bewusst auf meiner Seite. Es scheint aber ganz gut angekommen zu sein, ich darf nächstes Jahr wieder!

Als sich der Hörsaal leerte, merkte ich, wie eine ziemlich große Last von meinen Schultern fiel. Geschafft. Und gar nicht mal so schlecht. Sachen zusammenpacken, und als ich mit Jan zusammen zu den Rädern ging, waren kaum noch Leute da. Alles hatte sich verflüchtigt, alle machten sich für den nächsten, großen Tag fertig. Hm. So wirklich dämmerte es mir erst jetzt, dass es nun ziemlich rasant auf die, meine zweite wirkliche BC zuging. Hatten wir ja alles schon, kenn ich. Was soll schon schiefgehen. Wenn ich überlege, wie viel Zeit ich vor zwei Jahren in die Vorbereitungen gesteckt hatte. Wochenlang Listen geschrieben, was ich anziehen soll, was ich wo reinpacken will, Für und Wider. Jede Menge. Diesmal? Not so much. Ich habe meine (im letzten Jahr verfeinerte) Liste genommen, drübergeschaut, festgestellt, dass ich alles ohne großen Aufwand zusammensuchen kann, und das wars. Immerhin habe ich Donnerstag abend noch festgestellt, dass der BC-Track gar nicht auf den Uhren war. Blöde Updaterei.

So kamen wir um acht gemütlich nach Hause und schlichen uns rein, um ja keine Kinder am Einschlafen zu hindern. Nicht leise genug. Als wir es fast in den ersten Stock geschafft hatten tönte ein leutes “Hecke!” aus vier Kehlen aus dem Schlafzimmer. Alle noch wach. Aber so konnten wir standesgemäß der ganzen Bande Hallo und Gute Nacht sagen. Das war schön. Tom wollte unbedingt mit zum Start, traute sich sogar zu, alleine durch den Wald wieder nach Hause zu gehen. Nur ne Taschenlampe wollte er haben. Hut ab! Die anderen würden wir erst Sonntag früh wiedersehen. Da war es schön, nochmal alle gedrückt zu haben.

Jan hatte seine Sachen flott zusammen, ich eigentlich auch, dennoch tüdelte ich noch bis elf Uhr rum, obwohl ich müde war. Schlafen hat die drei Nächte davor schon nicht gut geklappt. Mist. Über dn Abend merkte ich Stück für Stück, wie stark ich unter Strom gestanden hatte am Nachmittag. Alle viertelstunde habe ich merklich ein tieferes Spannungslevel gemerkt und dachte jedesmal “Oh, da war ja doch noch etwas Anspannung da”, und noch ein bisschen, und noch ein bisschen. Krasse Sache. Am Ende lag alles bereit, der Tee war vorgekocht, die rote Beete gegessen. Schlafen. Nicht lange. Um vier Uhr Tom wecken, der wirklich gleich wach war, los wollte. Die Stunde bis wir losgingen war voller emsiger Beschäftigung, anziehen. Doofe Kompressionsstrumpfhose. Aber die schnürte wenigstens nicht meinen Bauch ein, wie meine andere lange Unterhose. Und nur eine Tights? Zu kalt. Und schon stapften wir durch den Wald. Jan hat man seine Unlust nicht angmerkt. Es war voller Vorfreude, meinerseits. Auf dem Weg zum Kehr wurde klar, ich muss nochmal aufn Pott. Diesmal wirklich. Nach dem Anschreiben gleich in den Pferdestall, nur um eine entmutigend lange Schlange zu sehen. Mist. Aber, was ich unterwegs kann, geht natürlich auch, bevor ich losgelaufen bin. Sorry Pferdehof, der Boden war zu hart um irgendwas zu verscharren. Viele Glühwürmchen suchten nach einer Waldtoilette. Dann schnell rein ins Warme, Tom hatte Tanya gefunden, Jan war auch dort. Wir schnackten, assen ein Stück Haferschnitte, ich sagte prophylaktisch Tom schnmal tschüss, und dann gings nohmal an die Büsche. Der Mob verdichtete sich, Markus fing an zu reden. Leider zu leise für mich, der ich immer noch auf der Suche nach Corinna war. Wir hatten ausgemacht, die erste Hälfte zusammenzulaufen. Zum einen hatte sie eine irrationale Sorge den Weg nicht zu finden (trotz Track auf der Uhr) und zum anderen sollte ich verhindern, dass sie nach dreieinhalb Stunden in Barbis ist, und dann nicht mehr mag. Da kam sie, stellte fest, dass wir alle unsere Yaktrax anhatten, und warf sich auch schnell in die Spikes. Dabei ist Markus` Rede leider etwas untergegangen.

Tja, und dann gings los. Irgendwie weniger spektakulär als ich es gerne gehabt hätte. Passte aber zu meiner Herangehensweise an die diesjährige BC. Eben etwas zu sloppy. Gleich von den ersten Metern an merkte ich, wie schwer meine Beine waren. Hätte ich Donnerstag doch nicht laufen sollen, zu Hannes` Geburtstag? Oder mal tapern? Hatte ich nicht für nötig gehalten. Bin ja eh nicht so viel gelaufen, dann kann ich das ja schlecht noch reduzieren. Also schleppte ich mich voran, und hoffte darauf, dass meine Beine irgendwann merken, was sie tun sollen. Das hat diesmal aber wirklich lange gedauert. Durch den Stadtwald war es nervig zu laufen. Auch die Tatsache, dass es gar nicht soo glatt war, wie ich es in Erinnerung hatte, nervte. Schließlich hatte ich gestern abend noch erzählt, dass es eine Eisfläche ist. Nunja, einige Leute ohne Spikes hatten ganz schöne Mühe. Es war also doch gerechtfertigt, zu warnen. Dann kam die Abbruchkante, und ich konnte nicht anders als Laufen lassen. Wie vor zwei Jahren. Hier bremsen ist doof. Auch wenn es sich später rächen könnte. Als ich Jan M überholte, wurde mir klar, dass ich evtl etwas zu flott war. Ging aber nicht anders. Dann kurze Pinkelpause etwas später Spikes ab, und die große Frage: Wo war Corinna. Hm. Ich hatte sie nicht an mir vorbeirennen sehen, als ich die Yaktrax abmachte, aber war sie das überhaupt gewesen in dem großen Pulk an Ausziehern Anfang Mackenrode? Keine Ahnung. Ich ließ mir etwas Zeit, einige Leute vorbei, dann lief ich wieder schnell, falls sie vor mir war. Und auf halber Strecke nach Landolfshausen freundete ich mich mit dem Gedanken an, dass es whl nicht geklappt hatte mit dem Zusammenbleiben.

Aber am VP stand sie dann, also war sie doch vor mir gewesen. Hätte ich mir denken können. Ich beeilte mich, Tee, Riegel, Spacebar, und wir gingen gen Seulinger Warte. So ganz happy war sie auch nicht, also versprachen wir uns, etwas langsamer weiterzumachen. Das war ziemlich anstrengend, und ein Blick auf die Uhr runter Richtung Seeburger See machte klar, warum. 4:25 min/km. Auweh. Wer macht denn sowas? Bremsen ging nur halb, also kachelten wir weiter. Noch ne Pipipause (Ich hatte tatsächlich 1.5l Tee geschafft, zwischen vier und fünf) und Corinna zog endlich ihre Weste an. So war ich ne Zeitlang alleine, freute mich über Silke, die irgendwann hinter ihrem Fotoapparat hervorkam und Begleitung. Dann hatte Corinna mich wieder, und wir flogen gen Klärwerk. Es roch doch etwas… Allerdings nur im Anflug. Am VP war nichts zu merken. Essen, Trinken schnappen (hm, die Puffhirse- (?) Schoko- Teile waren nicht so meins. Woher waren die so sauer? Und steinhart…) Hallo Aschu! Huch? Und weiter. Wir waren flott in der Zeit. Schnitt von 5:50, ich machte meinen Job nicht gut. Aber ich hatte schon auch Bock ne gute Zeit bis Barbis rauszuholen. Und mit Corinna als Zugpferd war das gut möglich. Am Hellberg dann mehrfach Stau. Leider auch so knüppelhart gefrorener, von Wildschweinen vorher mühselig aufgerauhter Waldboden jenseits des Trails. Überholen wäre der Tod meiner Knöchel gewesen, und Corinna wäre nicht mitgekommen. (Hier fing das glaube ich schon an: “Hier ist es steil, das darf man gehen!”, Hmm, nicht meine Taktik, aber gut, machen wir.) Also wurden wir langsamer. “Ja, rauf zur Kapelle darf man nun wirklich gehen, das ist steil.” Und erreichten nach Punkt drei Stunden die Ruhmequelle. Voll im Plan. Auftanken, und weiter. Und dann begann das Eis. Es war nie wirklich tödlich viel (das sollte später kommen) aber gnug, dass wir uns konzentrieren mussten. Ich liebe es, durch sowas durchzupreschen, aber das wäre Unklug, und ich wäre meine Begleitung los. Am Eis habe ich ab und an gewartet, sobald es griffig wurde, fing ich an zu keuchen um an Corinna und Aschu dranzubleiben. Hinter dem Einsiedlerhof verloren wir Aschu an Jan M. Ich war zum einen besorgt, dass wir überpacen, so zwischen Jan und Aschu habe ich eigentlich nichts verloren, zum anderen zeichnete sich immer mehr ab, dass wir nicht in 4 Stunden in Barbis sein werden, mein Geheimziel. Das hat ganz schoen gestresst. An den vielen, nicht enden wollenden Huckeln vor Barbis habe ich dann ganz gut die Lust verloren, und ließ Corinna etwas vorziehen. Im Ort biss ich nochmal auf die Zähne und schloss wieder auf.

Der Stop in Barbis war eine Rundum-Erneuerung. Danke Silke! Für Support, gute Worte, Hilfe. Die gegrillte Tofuwurst war klasse. Und ich begann nach Cola zu schielen. Es wurde Zeit, Zucker zuzufüttern. Noch ein Stück Kuchen und dann ging es in die Freiheit. So fühlte es sich an. Bis Barbis hatte ich die Zeit im Blick, war gestresst, dass wir länger als die geplanten 4 Stunden gebraucht haben. Sogar 15 Minuten langsamer. Das fand ich nicht gut.  Es war aber den Umständen angemessen. Nun war alles egal. Zeit war egal, Tempo war egal. Ja, hier werden wir gehen. Bis hoch hinter die Autobahn. Essen, Schnacken. In der Erwartung, was uns noch bevorstand. Das war erstmal Eis. Und zwar richtig. Kein Vorbeikommen, Drüberlaufen oder ähnliches möglich. Zum Schlittern zu lang. Bei dem Versuch die Spikes anzuziehen rutschte Corinna einmal von den Beinen auf den Rücken, aber so rund, dass es wohl nicht wehtat. Sah elegant aus. Mit den Spikes und einem neuen Begleiter (Hubertus war mit seinen Icebugs an uns vorbei und von dannen gezogen) ging es über die Straße und rein in den Harz. Das Stück über die Wiesen war zum Abgewöhnen. Wirklich ekelhaft zu laufen. Hätte ich gewusst… Weiter rein, Yaktrax aus, später für Corinna wieder an, und wir waren an der Wasserscheide. Um uns herum kreiselte eine ganze Weile Marcin, mal schneller, mal langsamer, und im Steinaer Tal kam auch Hubertus wieder in Sicht. Er schnackte mit einem grünen Läufer, der später stehenblieb, den Rumpf drehte, dehnte, und nicht so zufrieden aussah. Beim Überholen habe ich ihn erst nicht erkannt. Ich glaube ich habe Michael noch nie vorher ohne Lächeln gesehen. Und so weit hinten in einem Rennen auch nicht. Er tat mir leid. Hier zeichnete sich jetzt unsere Teamtaktik ab. Ich mochte nicht mehr gehen, sondern nur noch langsam tippeln. Corinna konnte nicht so langsam laufen, und wollte viel mehr Gehen. Also Überholten wir uns regelmäßig, ab und an wechselten wir ein paar Worte. Es dauerte länger als mir lieb war, aber sehr froh war ich, als wir am Jagdkopf eintrudelten. Kurz danach kam auch Michael an, wieder besserer Dinge, und fragte den Startnummernabhaker “Haben wir noch Kontakt zur Spitze?” Der Mensch war etwas verdutzt, wusste nicht, ob es ein Scherz sein sollte, und meinte dann nur trocken “Also Flo ist vor zwei Stunden hier durch.” Ugh, das sass.

Der Beginn von Entsafter II war anstrengend, ständig brach ich ein, und wo es trug, war der Boden sehr uneben. Ausserdem zog Corinna wieder an. Es ging ja nicht mehr bergauf. Und ich hetzte hinterher. Dann die schicksalshafte Gabelung, mit etwas Wundern, dass unser Weg gar nicht gespurt war. Und wir steckten drin im ersten Beachvolleyballfeld. Das hat Kraft und Nerven gekostet. Wer denkt sich so ne Strecke aus? Mit Mühe und Not, und dem ein oder anderen Grunzer bzw Prinzessinnenausruf schlugen wir uns durch. Gut zu sehen, dass die Läufer vor uns genauso schlecht vorankamen. Als wir dann wieder festen Boden, also 70cm Schnee, aber immerhin präpariert, unter den Füßen hatten, haben meine Beine endlich kapiert, wofür ich sie mitgenommen hatte. Es flutschte, und Corinna kam an ihre Grenzen. Motiviert hat mich auch, dass die Truppe um Tim und Tanya in Sicht kam. Aber wirklich eingeholt hatte ich sie erst an der Lausebuche, und dann waren sie auch schon wieder los. Die Suppe dort war ein Gedicht. Genau das Richtige! Dazu viel Tee und Cola (wirklich viel), Brownies, und weiter sollte es gehen im Eilschritt. Hm. Wir wollten gerade die längere Variante in Betracht ziehen, da meinte eine Wanderfamilie: “Ja, die sind eben alle hier rüber.”, Was jetzt? Nochmal? Nee! Wir hätten gleich abdrehen sollen, aber irgendwie hoffte ich, dass das nochmal besser würde. Wurde es nicht. Erst, als wir endlich wieder Glatteis unter die Schuhe bekamen. Corinna legte Schneeketten an, und ich zuckelte schonmal vor. Langsam. Es dauerte diesmal wirklich lang, bis sie aufschloss, und es sah so aus, als reicht es ihr schon. Hier entschied ich, dass ich sie nicht alleine lassen wollte. Auch wenn ich sie ab und an hätte stehen lassen können. Nur dass ich bei jeglicher Bergab-Passage wieder hinter ihr herhechelte. Kurz vor Oderbrück kam dann die Ansage: “Ich glaube, den Rest gehe ich.” Ich schaute sie kurz an und sagte “Nein. Das wird gelaufen.” Und so haben wir uns Stück für Stück dem Gipfel entgegendiskutiert. Ab und an überholte uns noch jemand, aber auch ich merkte langsam wieder meine schweren Beine von heut früh. Oder waren das andere Beine? Keine Ahnung. Ab der Brockenstraße war dann keine Möhre mehr orange genug. Wir gingen. und kamen nach 9:42 gemeinsam ins Ziel. Die Zielcrew habe ich diesmal viel bewusster wahrgenommen als vor zewi Jahren. Super, was ihr da macht!

Ab zum Brockenstein, umarmen, knutschen, Photos. Noch ein paar Wanderer mit Stempel auf dem Bauch fotografiert, und rein ins warme.

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